URIS TIERWELT

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Uri

Reiher

Familie: Reiher
Name lateinisch: Ardeidae
Urner Dialekt: Fischräigel

Die meisten Arten haben lange Beine und einen dolchartigen Schnabel. Viele Arten haben ausserdem einen langen Hals. Reiher sind fast ausschliesslich an Süsswasserhabitate gebunden, die Nahrung besteht vor allem aus Fischen und anderen wasserbewohnenden Tieren und wird dort im ufernahen Flachwasser gesucht.

Alle Reiher haben einen langen, dolchartigen Schnabel, einen kurzen Schwanz und grosse, breite Flügel und meistens lange Beine. Der Hals ist S-förmig gebogen, was durch den verlängerten sechsten Halswirbel bedingt ist.
Zwischen Männchen und Weibchen gibt es nur geringe Grössenunterschiede. Ansonsten gibt es keinen auffälligen Geschlechtsdimorphismus (Ausnahme: Zwergdommeln).
Es gibt sowohl sehr farbenprächtige als auch unauffällig graubraun gefärbte Reiher. Die häufigsten Farben sind schwarz, braun, blau, grau und weiss. Oft dienen Farben der Tarnung. Viele Arten sind durch verlängerte Schmuckfedern an Kopf, Hals, Brust oder Rücken gekennzeichnet. Diese sind oft auffällig gefärbt und erreichen darin ihre höchste Ausprägung bei der Balz. Der Schnabel der Reiher ist lang und dolchartig. Einzige Ausnahme ist der Kahnschnabel, der einen sehr breiten, dicken Schnabel hat, eine deutliche Abweichung von allen anderen Arten.

Für gewöhnlich sind Reiher Bewohner von Gewässerufern. Die meisten Reiher sind Standvögel. Allerdings gibt es auch viele ausgesprochene Zugvögel in der Familie.
Abgesehen von wenigen Ausnahmen ernähren sich Reiher von Wassertieren, namentlich Fischen, Amphibien, Reptilien, Wasservögeln, Kleinsäugern, Insekten, Mollusken und Krebstieren. Viele Reiher nutzen ihre Flügel beim Beutefang (Flügelschatten).

Quellen, Literatur:

Graureiher



Familie: Reiher
Lateinischer Name: Ardea cinerea Linnaeus

Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd: 1856: Abschussprämie (1 Franken)
     
(Angaben folgen)

Neuer Absatz:



Fotos: Graureiher am Giessen, Flüelen (Rolf Gisler-Jauch, 08.11.2020).

        

WEITERE REIHER IN URI

Kuhreiher
Familie: Reiher
Lateinischer Name: Bubulcus ibis
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
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Nachtreiher
Familie: Reiher
Lateinischer Name: Nycticorax nycticorax
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
-------------------------
Purpurreiher
Familie: Reiher
Lateinischer Name: Ardea purpurea Linnaeus
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
-------------------------
Rallenreiher
Familie: Reiher
Lateinischer Name: Ardeola ralloides
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
-------------------------
Rohrdommel
Familie: Reiher
Lateinischer Name: Botaurus stellaris Botaurus stellaris
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
-------------------------
Seidenreiher
Familie: Reiher
Lateinischer Name: Egretta garzetta Egretta garzetta
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
-------------------------
Silberreiher
Familie: Reiher
Lateinischer Name: Nycticorax nycticorax Egretta alba
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
-------------------------
Zwergdommel
Familie: Reiher
Lateinischer Name: Egretta alba Ixobrychus minutus
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
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SAGEN- UND MÄRCHENHAFTES ZU REIHERN

Die Reiher haben keinen Auftritt in den Urner Sagen.

EREIGNISSE MIT REIHERN

1856  / Mittwoch, 29. Oktober 1856
Ein Teil der Singvögel wird geschützt
Der Landrat erlässt die «Verordnung gegen schädliche Thiere und Vögel» und setzt für die Erlegung von gewissen Vögeln und Tieren Abschussprämien fest: Geier (5 Franken), Habicht und Sperber (je 1 Franken), Fischreiher (1 Franken), Kuckuck (50 Rappen), «Fleischraben» (50 Rappen), Elster (20 Rappen) sowie für den Rotgimpel (7 Rappen). Prämien sind auch für den Fischotter (4 Franken) und den Iltis (1 Franken).
Die Gebühr kann auf Vorweisung des toten Tieres beim Kantonssäckelamt bezogen werden. Die vorgewiesenen Tiere sind durch das Abschneiden eines Fusses zu bezeichnen. Die Tiere dürfen mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage auch zu verbotener Zeit geschossen werden.
Um hingegen dem Raupenschaden an Obst- und Feldbäumen entgegen zu wirken wird verordnet, dass es verboten ist, jede Art Meisen, Stelzen, Finken, Rothkehlchen, Rothschwänzchen («Rötheli») und kleinere Singvögel überhaupt auf jegliche Art zu fangen oder zu töten, im Frühjahr oder im Sommer ihre Nester zu zerstören und deren Eier oder Junge auszunehmen, bei einer Busse von 3 ½ - 10 Franken. Einzig im Oktober und November ist das Fangen und Schiessen der kleineren Singvögel erlaubt.

Abl UR 1856, S. 205 f.
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1912  / Donnerstag, 26. September 1912
Der Grossteil der Schussgelder auf Raubwild werden aufgehoben
Der Landrat beschliesst den Grossteil der Schussgelder auf Raubwild aufzuheben. Schussprämien gibt es in Zukunft nurmehr für den Fischotter, den Fischreiher, den Eisvogel und den Hühnerhabicht.
RB UR Band 7, S. 212 f
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VOGELCLANS

Übersicht

Greifvögel und Eulen
Greifvögel
Uhu, Eule, Kauz & Co.

Hühnervögel
Glatt- und Raufüsser

Wasservögel
Entenvögel
Möwen
Schnepfen
Pfeiffer, Taucher, Rallen
Reiher
Weitere Wasservögel

Singvögel
Amsel, Drossel & Lerche
Finken & Ammern
Grasmücken und Rohrsänger
Läufer & Kleiber
Meisen
Pieper & Stelzen
Rabenvögel
Schnäpper & Würger
Schwalben
Sperlinge und Braunellen
Der Star und der singende Rest

Weitere Vögel
Spechte
Tauben
Weitere Vögel

SESSHAFTE UND WANDERVÖGEL

Sesshafte Vögel
Zugvögel (Sommer in Uri)
Zugvögel (Winter in Uri)
Durchreisende Vögel
       
Jagdbare Vögel
Schräge Vögel

VÖGEL IN URI

Vögel, die gemäss Liste von www.fauna-uri.ch in Uri nachgewiesen werden konnten.

VOGELINFORMATIONEN

Auf der Webseite der Vogelwarte Sempach finden sich alle Angaben zu den einzelnen Vögeln.
> www.vogelwarte.ch

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 09.11.2020