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Uri

Pieper & Stelzen

Die Stelzen und Pieper sind eine Familie der Singvögel (Motacillidae).

Stelzen (Motacilla) sind klein bis mittelgross, schlank und kräftig gezeichnet. Sie haben einen schlanken Schnabel, lange Beine und einen langen bis sehr langen Schwanz. Das Gefieder ist bei vielen Arten insbesondere im Prachtkleid sehr kontrastreich gefärbt und zeigt dann überwiegend schwarze, weisse, gelbe oder graue Partien. Die Geschlechter sind mehr oder weniger deutlich unterscheidbar. Sie nisten am Erdboden, in Felsen oder Spalten.
Stelzen bewegen sich auf dem Boden, nur gelegentlich werden kurze Sprünge oder Fangflüge eingeschoben. Dabei wird der Kopf vor und zurückbewegt, der Schwanz führt auf- und abwippende Bewegungen aus. Der Flug ist wellenförmig. Auf kurze, fallende Strecken mit angelegten Flügeln folgen flatternde Aufwärtsbewegungen. Stelzen kommen in zahlreichen Biotopen offener und halboffener Landschaften von der Ebene bis ins Hochgebirge vor. Viele Arten findet man bevorzugt in Gewässernähe, einige sind weitgehend an Binnengewässer gebunden. Mehrere Arten sind Kulturfolger, die wenig Scheu vor dem Menschen zeigen und auch innerhalb von Siedlungen brüten.

Die Pieper (Anthus) sind relativ kleine, braungestreifte Vögel mit weissen Schwanzkanten, die weniger schlank sind als bei den Stelzen. Manche haben eine lange Kralle an den Hinterzehen. Die Geschlechter sind gleichgefärbt. Sie ernähren sich von Insekten. Sie gehen normalerweise monogame Paarbeziehungen ein und verteidigen ein Brutrevier. Es sind Bodenbrüter, deren Gelege bis zu sechs Eier umfasst.

   
Literatur: www.wikipedia.de; www.vogelwarte.ch (2020).

Bachstelze



Familie: Stelzen und Pieper
Lateinischer Name: Motacilla alba

Merkmale: schwarz-weiss mit grauem Rücken, langer Schwanz
Standorte, Zugverhalten: überall in Uri anzutreffen, überwiegend Kurzstreckenzieher
Jagd: Die Jagd auf Singvögel war früher weit weitverbreitet. 1856 wurden die Stelzen unter Schutz gestellt. Einzig im Oktober und November war das Fangen und Schiessen noch erlaubt.
     
Die Bachstelze ist ein sehr zutraulicher Vogel, welcher sich auch nicht scheut, unserer Kultur zu folgen, er passt sich gut an. Die Bachstelze bewohnt bevorzugt offene Landschaften und ist da auch kaum zu übersehen. Zwar findet man sie oft in der Nähe eines Gewässers, doch ist sie nicht ans Wasser gebunden, wie man aus ihrem deutschen Namen schliessen könnte. Sie ernährt sich hauptsächlich von Insekten und Spinnen. Zudem ist sie eine der wenigen Arten, die vom menschlichen Eingriff in die Kulturlandschaft profitiert. Ihr Aussehen ist nicht sehr auffällig. Ihr Gefieder ist schwarz-weiss, ihr Rücken ist grau und sie besitzt einen langen Schwanz, welcher oft auf und ab wippt. Die Geschlechter sind vom Grauton auf dem Rücken zu unterscheiden, das Weibchen ist etwas dunkler, aber das Winterkleid besitzt weniger Schwarz. Die wird zirka 18 cm gross und wiegt zwischen 19 und 27 Gramm. Im Kanton Uri ist sie fast das ganze Jahr und überall anzutreffen.
Text: Marius Gisler, Altdorf (www.urikon.ch); Literatur: www.vogelwarte.ch; www.wikipedia.de; www.fauna-uri.ch (2020).

        

PIEPER UND STELZEN IM ÜBERBLICK

Bergstelze
Familie: Stelzen und Pieper
Lateinischer Name: Motacilla cinerea
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
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Schafstelze
Familie: Stelzen und Pieper
Lateinischer Name: Motacilla flava
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
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Baumpieper
Familie: Stelzen und Pieper
Lateinischer Name: Anthus trivialis
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
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Bergpieper, Wasserpieper
Familie: Stelzen und Pieper
Lateinischer Name: Anthus spinoletta
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
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Brachpieper
Familie: Stelzen und Pieper
Lateinischer Name: Anthus campestris
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
-------------------------
Rotkehlpieper
Familie: Stelzen und Pieper
Lateinischer Name: Anthus cervinus
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
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Wiesenpieper
Familie: Stelzen und Pieper
Lateinischer Name: Anthus pratensis
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
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SAGEN- UND MÄRCHENHAFTES ZU PIEPER UND STELZEN

Grasmücken & Rohrsänger haben keinen Auftritt in der Urner Sage.

EREIGNISSE MIT PIEPERN UND STELZEN

1856  / Mittwoch, 29. Oktober 1856
Ein Teil der Singvögel wird geschützt
Der Landrat erlässt die «Verordnung gegen schädliche Thiere und Vögel» und setzt für die Erlegung von gewissen Vögeln und Tieren Abschussprämien fest: Geier (5 Franken), Habicht und Sperber (je 1 Franken), Fischreiher (1 Franken), Kuckuck (50 Rappen), «Fleischraben» (50 Rappen), Elster (20 Rappen) sowie für den Rotgimpel (7 Rappen). Prämien sind auch für den Fischotter (4 Franken) und den Iltis (1 Franken).
Die Gebühr kann auf Vorweisung des toten Tieres beim Kantonssäckelamt bezogen werden. Die vorgewiesenen Tiere sind durch das Abschneiden eines Fusses zu bezeichnen. Die Tiere dürfen mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage auch zu verbotener Zeit geschossen werden.
Um hingegen dem Raupenschaden an Obst- und Feldbäumen entgegen zu wirken wird verordnet, dass es verboten ist, jede Art Meisen, Stelzen, Finken, Rothkehlchen, Rothschwänzchen («Rötheli») und kleinere Singvögel überhaupt auf jegliche Art zu fangen oder zu töten, im Frühjahr oder im Sommer ihre Nester zu zerstören und deren Eier oder Junge auszunehmen, bei einer Busse von 3 ½ - 10 Franken. Einzig im Oktober und November ist das Fangen und Schiessen der kleineren Singvögel erlaubt.

Abl UR 1856, S. 205 f.
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VOGELCLANS

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Greifvögel
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Zugvögel (Sommer in Uri)
Zugvögel (Winter in Uri)
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Jagdbare Vögel
Schräge Vögel

VÖGEL IN URI

Vögel, die gemäss Liste von www.fauna-uri.ch in Uri nachgewiesen werden konnten.

VOGELINFORMATIONEN

Auf der Webseite der Vogelwarte Sempach finden sich alle Angaben zu den einzelnen Vögeln.
> www.vogelwarte.ch

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 14.01.2020